Eine Musikerin begegnet der Körperarbeit.

Nachdem ich 2005 mein Schulmusik-Studium in Mainz mit Klavier, Geige, Germanistik, abgeschlossen hatte, rief mich die Inspiration nach Berlin um mich als Alexander-Lehrerin ausbilden zu lassen (2005 - 2008). Alexander-Stunden begleiteten mich schon regelmäßig seit dem Jahr 2000 und es war für mich meine erste und vielleicht die wichtigste Tür zu einem veränderten Bewusstsein und Umgang mit mir selbst und für meine gesamte Gesundheit. Die zunächst beeindruckenste Erfahrung war für mich in meinen ersten Stunden, die Erleichterung für meine schmerzenden Schultern (und dann zu lernen, wie ich die Spannung eigentlich selber produziert hatte und wie ich sie lösen konnte ...). Was für eine Erlösung! Insgesamt zog mehr Leichtigkeit, Klarheit und Tiefe in mein tägliches Leben ein. 

Nach meiner Alexander-Ausbildung gründete ich 2008 das Zentrum für Alexander-Technik in Berlin Mitte mit 2 Kolleg/innen. Seit 2009 leite ich es gemeinsam mit Barbara Blickensdorff und und gebe dort Stunden (wenn ich nicht gerade Retreats oder Workshops woanders gebe). Seit 2005 folge ich begleitend zu - und inspiriert von meinen Erfahrungen beim Unterrichten - kontinuierlich meinem Interesse, mein Bewusstsein und mein Wissen zu erweitern. Hin zu einer noch ganzheitlicheren Perspektive, das Sein im und als Körper und das "Wie bin ich mit mir? Wie lebe ich gesund und erfüllt als körperlich-emotionales Wesen?" zu erforschen. Das führte mich zu weiteren 4 Jahren Ausbildung in integrativer Gestalttherapie (2009-2013), sehr vielen Alexander-Technik-Workshops und kontinuierlichem Austausch mit Kolleg/innen aus der ganzen Welt ... und noch einigen weiteren anderen Selbsterfahrungs-Workshops und zur Contact Improvisation.
 

Liebe zur Mehrdimensionalität, zu Kreativität & Raum

Mein Interesse an Mehrdimensionalität, an Räumen, an Verbindungen, an Strukturen, an Schönheit, an Details, aber auch an Einfachheit, an philosophischen Fragen ist schon sehr lange wach. Ich hab diese Interessen in meinem Leben in vielfacher Weise kultiviert und weiter entwickelt. So habe ich immer Musik gemacht,  mich schon seit Kindheit in den Klangkörpern verschiedener Orchester eingefunden und später dann Schulmusik studiert. Mit meinem damaligen Herzensprojekt Erdbeerfeld (2001 - 2009) habe ich mehrkanaligen Raumklanggestaltungen entwickelt und Konzerte gespielt. Auf der Bühne, interdisziplinär mit verschiedenen KünstlerInnen und Modedesignerinnen,  an ungewöhnlichten Orten, in Wohnzimmern, als Sängerin, Geigerin, Laptopmusikerin. Die Musik wurde durch unsere mehrkanalige Spielweise räumlich, körperlich. Es war eine lange Phase von poetischer, philosophischer und körperlicher Klang-Raum-Erforschung.

Die Alexander-Technik gab mir während dieser ganzen Zeit wichtige Impulse. Egal, was ich tat, immer wieder Körperraum ausdehnen zu lassen, zu erforschen und zu spielen. Strukturen anzuerkennen, beweglicher werden ... Respekt und Anerkennung zu finden für das Instrument meines Lebens. Lernen, dieses Instrument zu spielen ... so dass nicht nur meine altbekannt verspannten Schultern wieder frei werden konnten. Dann realisieren, dass mein emotionaler Raum auch Zuwendung braucht, ich auch da einen Umgang mit mir finden kann, um nicht zu verwirrt zu werden, von Gefühlen oder Situationen. So kam die Gestalttherapie in mein Leben und ließ eine innere Ordnung in der perfekten Unperfektheit meines Lebens entstehen. Voller Weichheit, Akzeptanz, Stärke.

Teilen, was ich lebe.

Was ich liebe zu teilen, ist diese Mischung aus Körperlichkeit und Gewahrsein. Die große Klarheit und gleichzeitige Weichheit und Flexibilität, die im Körper entstehen und im ganzen Menschen nachklingen. Die Einfachheit der Aufrichtung wieder zu entdecken. Zu vermitteln, wie wir da etwas selbst in der Hand haben - wie wir eine Meisterin und Künstlerin unseres eigenen Umgangs mit uns selbst sein können. Wie Klarheit in den Knochen und Muskeln - ein balancierter Körperraum zwischen Füßen und Kopf entstehen kann. Raum und Gewahrsein für den emotionalen Körper-Raum. Alles in allem: Ein gestimmtes Lebensinstrument. Dein ganz eigenes Lebensinstrument.
 

Wichtige Lehrerinnen und Lehrer

Neben all den Menschen, die mir begegnet sind und in deren Interaktion und Beziehung ich viel Wichtiges gelernt habe
und lerne, gibt es einige Lehrerinnen und Lehrer, die sich auch als solche verstehen und die mich sehr unterstützt haben
Essenzielles zu entdecken.

Manche habe ich nur kurz getroffen und es war einschneidend und mit manchen bin ich seit Jahren in Kontakt.
Meine erste AT-Lehrerin ist in Mainz: Maggy Breuer. Von meiner ersten AT Stunde war ich fasziniert und sie begleitete
mich durch herausfordernde Phasen meines Lebens und Musikstudiums.  Alle 3 Berliner AT-Schulen sind mir sehr nah,
gelernt habe ich 3 Jahre lang bei Irmel Weber. Große Aha-Erlebnisse, die mich tief berührten, hatte ich und habe mit
Giora Pinkas (San Francisco), Anthony Kingsley (London), Carsten Moeller (Copenhagen), Tommy Thompson (Boston).

Meine Ausbilder/innen vom TIB zur integrativen Gestalttherapeutin Bärbel Behar-Kremer und Nessim Behar-Kremer und
die gesamten 4 Jahre mit unserer Gruppe, waren extrem prägend und gaben meiner AT-Arbeit einen größeren Kontext.
Sehr wichtig war hier auch und ist noch Tarima Schulz, als Ausbilderin, Therapeutin und Kollegin.

Im Bereich der Arbeit mit Frauen, sind für mich prägend die Arbeit von Linda Hermann und Michaela Boehm.
Außerdem die Zusammenarbeit mit meiner Freundin und Kollegin Leonie von Arnim, mit der ich die Brodowin Retreats gestalte.

Es gibt noch viele Menschen, von denen ich Bücher gelesen und Talks gehört habe, die mich beeinflussen und mein Bild erweitern.
Das waren / sind: Fritz Perls, David Deida, Stanley Keleman, Peter Levine, daoistische Gedanken, Ram Dass, Eckhart Tolle von Zeit zu Zeit.
The Work von Byron Katie hat mir auch schon sehr geholfen. Und einige mehr, die ich mir anhöre und herausziehe, was mich berührt.
Links zu einer Auswahl von interessanten Talks und Büchern, findest Du bald auf der Seite Empfehlungen.
 

Das liebe ich.

Stille und Bewegung und Stille in Bewegung.
Die Schönheit in den Menschen sehen.
Menschen ohne Wertung anzuschauen.
Schreiben mit meinem japanischen Pinselstift.
Mich selbst als dreidimensionalen Körper im Raum erleben.
Chaos und Ordnung.
Menschen begegnen.
Laufen gehen im Friedrichshain und dabei Audio-Talks hören.
Ich liebe gutes und frisches Essen.
Lachen.
Ich liebe Zwischenräume.
Ich liebe die Natur und in der Natur sein.
Ich liebe die Erde und den Kosmos.
Die Schönheit der einfachen Dinge.